Alice Springs und MacDonnell Ranges

Nächste Station nach soviel Einsamkeit war Alice Springs. Das kleine Städtchen in der Mitte Australiens ist heute ein prosperierendes Touristenzentrum mit einer nett hergerichteten Fussgängerzone, kleinen Capuccino-Bars, Restaurants, Galerien und Kunsthanwerksläden, einem Bus-Transit Centre, überdachten Shopping Centres und natürlich vielen Motels und Fünf-Sterne Hotels. Nur die Aborigines, die meist im ausgetrockneten Flussbett des Todd River campen, passen nicht so ganz in diese aufgeräumte Touristenwelt.
Die Stadt ist von 4000 Einwohnern in den 60er Jahren auf etwa 24000 Einwohner angewachsen.. Noch rapider wuchs die Besucherzahl: mittlerweile kommen über 300000 jährlich nach 'The Alice'. Dazu trug u.a. die durchgehende Asphaltierung des Stuart Highways im Jahre 1987 bei.

Ein Highlight auf unserer Reise war eine Fahrt im Heissluftballon.
Bei Sonnenaufgang schwebt man leise über die rote Wüstenlandschaft, beobachtet ein paar aufgeschreckte Känguruhs und wie langsam glutrot die Sonne am Horizont erscheint.

 


Im Ballon der Sonne entgegen!

In der Umgebung von Alice Springs ist das 'Rote Herz' des Kontinents am beeindruckendsten. Von Norden nach Süden fliessende Flüsse haben vor langer Zeit Schluchten in die Felsen der MacDonnell Ranges gegraben. In den schattigen Felsspalten gedeihen an permanenten Wasserlöchern 'lebende Fossilien' wie Palmfarne aus der Zeit der Dinosaurier.

Das Farbenspiel der Landschaft ist einzigartig: weite, fahlgelbe Grasebenen, Bergrücken und Felsen, die je nach Tageszeit in allen möglichen Rot- und Goldtönen leuchten un in der in Blasslila und Blau-Gün übergehen, überwölbt von einem tiefblauen, meist wolkenlosen Himmel.

Seit einigen Jahren wird auch ein Wandeweg ausgebaut der mittlerweile auf eine Länge von 200 Kilometer fertiggestellt ist. Die Arbeitskräfte sind billig: man zieht einfach Sträflinge für diese schweisstreibende Arbeit heran.


'Stanley Chasm' eine Schlucht in den
MacDonnell Ranges
weiter